Passwörter

Von LastPass zum
Steganos Passwort-Manager
umziehen

Tresor exportieren, in einem Schritt importieren, Exportdatei sicher löschen:
so nehmen Sie alle Zugangsdaten mit, ohne ein einziges Passwort neu zu tippen.

Wer von LastPass wechselt, muss seine Zugangsdaten nicht abschreiben. Der Steganos Passwort-Manager liest den LastPass-Export direkt ein – mit Benutzernamen, Passwörtern, Adressen, Notizen und sogar den Ordnern, die LastPass „Gruppen" nennt. Rechnen Sie mit fünf bis zehn Minuten.

Sie brauchen dafür zwei Dinge: Zugang zu Ihrem LastPass-Tresor und den Steganos Passwort-Manager auf Ihrem Windows-PC. Wenn Sie ihn noch nicht haben, können Sie ihn 30 Tage lang kostenlos und ohne Abo testen – der Import funktioniert in der Testfassung genauso.

Schritt 1: Den LastPass-Tresor als CSV-Datei exportieren

Melden Sie sich in Ihrem LastPass-Konto an und rufen Sie den Export auf – er liegt in den erweiterten Kontoeinstellungen unter „Exportieren". LastPass fragt zur Sicherheit noch einmal Ihr Hauptpasswort ab und legt anschließend eine CSV-Datei auf Ihrem Rechner ab.

Zwei Dinge sind an dieser Stelle wichtig:

  • Die Exportdatei ist unverschlüsselter Klartext. Jeder, der sie öffnen kann, liest alle Ihre Passwörter. Legen Sie sie deshalb nicht in einem Cloud-Ordner ab, verschicken Sie sie nicht per E-Mail und lassen Sie sie nach dem Import nicht liegen – wie Sie sie wieder loswerden, steht weiter unten.
  • Öffnen und speichern Sie die Datei nicht in Excel. Excel schreibt beim Speichern gerne Semikolons statt Kommas als Trennzeichen und verändert die Kopfzeile – danach erkennt der Import das Format nicht mehr.

Die erste Zeile der Datei ist die Kopfzeile, und an ihr erkennt der Passwort-Manager das Format. Bei einem aktuellen LastPass-Export sieht sie so aus:

url,username,password,totp,extra,name,grouping,fav

Ältere Exporte ohne die Spalte totp werden ebenfalls gelesen. Steht dort etwas anderes, stimmt das Format nicht – dann exportieren Sie besser noch einmal, statt die Datei von Hand zu reparieren.

Schritt 2: Den Export in den Passwort-Manager einlesen

  1. Öffnen Sie den Steganos Passwort-Manager und entsperren Sie den Schlüsselbund, in den die Einträge sollen. Wenn Sie noch keinen haben, legen Sie ihn zuerst an.
  2. Rufen Sie im Menü Datei den Punkt Importieren auf und wählen Sie dort LastPass CSV… – nicht einen der Browser-Einträge, die stehen für Chrome, Edge und Firefox.
  3. Wählen Sie die eben exportierte Datei aus. Der Passwort-Manager meldet „Import erfolgreich" und Ihre Einträge stehen in der Liste.
Schlüsselbund im Steganos Passwort-Manager mit Kategorien in der Seitenleiste
Nach dem Import stehen die Einträge in der Liste – die LastPass-Gruppen finden Sie als Kategorie wieder.

Sie können den Import wiederholen, wenn Sie später weitere Einträge nachziehen wollen. Bereits vorhandene Einträge bleiben dabei erhalten – prüfen Sie danach also, ob Sie etwas doppelt haben.

Was übernommen wird

Der Import ordnet die Spalten der LastPass-Datei den Feldern des Passwort-Managers zu:

  • name wird zum Titel des Eintrags
  • username und password werden Benutzername und Passwort
  • url wird die Website des Eintrags
  • extra wird zur Notiz
  • grouping – also der LastPass-Ordner – wird zur Kategorie
  • fav übernimmt die Favoriten-Kennzeichnung, totp das Feld für Einmalkennwörter

Nicht mitkommen können Dinge, die LastPass gar nicht mit exportiert: Dateianhänge und die Freigaben geteilter Ordner. Beides müssen Sie neu anlegen.

Danach: die Exportdatei sicher löschen

Die CSV-Datei enthält jedes Ihrer Passwörter im Klartext. Sie in den Papierkorb zu ziehen genügt nicht – die Daten stehen danach weiter auf der Festplatte und lassen sich mit einfachen Mitteln zurückholen. Warum das so ist, steht ausführlich in unserem Ratgeber „Warum der Papierkorb zum sicheren Löschen Ihrer Daten nicht ausreicht".

Löschen Sie die Datei deshalb mit einem Werkzeug, das sie wirklich überschreibt. Der Steganos Shredder erledigt das und ist in der Steganos Privacy Suite und im Steganos Daten-Safe enthalten. Denken Sie dabei auch an die Kopie im Downloads-Ordner und an einen möglicherweise mitlaufenden Cloud-Ordner.

Wenn der Import nicht durchläuft

Meldet der Passwort-Manager „Die Daten sind nicht im korrekten Format.", dann passt die Kopfzeile nicht. Öffnen Sie die Datei mit dem Windows-Editor (nicht mit Excel) und vergleichen Sie die erste Zeile mit der oben abgedruckten. Häufigste Ursachen: Die Datei wurde zwischenzeitlich in einem Tabellenprogramm gespeichert, oder es ist gar kein LastPass-Export, sondern der eines anderen Programms – für 1Password und KeePass gibt es im selben Menü eigene Punkte.

Meldet er dagegen, dass kein Eintrag gefunden wurde, ist die Datei zwar richtig aufgebaut, enthält aber außer der Kopfzeile keine Zeilen. Das passiert, wenn im Export der falsche Tresor ausgewählt war.

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